irgendwie durch den Wind

Also, was sagt man da?!
Der Kerl kommt von hinten, zieht ihm das Portemonnaie aus der Hosentaschen, das ist böse, öffnet es in aller Ruhe und holt sich die Scheine heraus, das ist dreist, klopft dem Bürger auf die Schulter und übergibt ihm das geleerte Leder, das ist frech, und geht ruhig davon, das ist unverfroren, dann schaut der Bürger in sein persönliches Schutzbehältnis, das ist verständlich, findet darin nur noch einen kleinen Schein, das ist tragisch, hält den Schein erschrocken in die Höhe, das ist nachvollziehbar, rennt los und stoppt den Dieb, das ist überfällig, und … gibt ihm den letzten Schein unter Verneigung und Gruß, das ist …

Die Bagger rollen über das frisch geerbte Flugfeld, und nicht einer hat die kleinen Handlanger aus den Maschinen geholt, die Verwaltungshelfer recherchiert oder die Namen der Freibeuter an die Wand geschrieben.
Millionen Berliner renovieren ihre Schulen selbst, hoppeln über Schlaglöcher, warten auf Kitaplätze und … halten ihr Portemonnaie hin.

Berlin ist ein Service-Paradies, jedenfalls für Diebe.

 

 

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